Internationale Klasse

Weltreisende legt einen Zwischenstopp in Bochum ein

Es gibt auf dieser Welt Menschen, die unerhört motiviert und mutig sind. Eine von ihnen ist Ann-Kathrin Keppke, eine 20-jährige junge Frau und Ex-Schülerin von Frau Unterberg, die uns am 30.09. in unserer Klasse besucht und eine Power-Point-Präsentation über ihre einjährige, selbst finanzierte Weltreise vorgestellt hat.

Eingestiegen ist Ann-Kathrin mit der uns überraschenden Frage „Was kann ich aus meinem Leben machen?“, die uns sofort gefesselt hat.

Ihre eigene Reise hat einen Tag nach dem Erhalt ihres Abiturzeugnisses angefangen. Sie ist mit dem Fahrrad nach Holland gefahren und hat, kaum dass sie angekommen ist, vor Ort in Holland einen Studentenjob gesucht. Den kurzen Hollandaufenthalt hat Ann-Kathrin als Probelauf empfunden, sie hat sich gesagt: Wenn es hier funktioniert, werde ich auch anderswo durch meine Hartnäckigkeit einen Job und eine Unterkunft finden.

Das Besondere an Ann-Kathrins Reise? Ann-Kathrin hat sich vor einem Jahr vorgenommen, eine Weltreise ohne ein riesiges finanzielles Polster anzufangen. Wir Schüler/innen der IK Sek.I waren ziemlich erstaunt, dass so etwas funktionieren kann. Zugegeben hat Ann-Kathrin, dass sie für Notfälle eine Kreditkarte bei sich getragen hat. Diese Karte ist aber anscheinend nie unüberlegt von Ann-Kathrin gezogen worden, denn ihr ging es darum, sich selbst und ihrer Umwelt zu beweisen, dass es auch anders geht.

Ann-Kathrins Fotos aus Holland, Ungarn, der Türkei, aus Indonesien, Thailand, Australien, Malaysia und Ägypten waren beeindruckend, aber sie ließ sie auch in Sekunden wieder verschwinden. Immer wieder stellte uns Ann-Kathrin die Frage – und zeigte dabei eine Folie von ziehenden Wolken – „Was wollt ihr aus eurem Leben machen?“ und rüttelte uns dazu auf, mehr zu tun und jetzt sofort und heute noch damit anzufangen, unsere Träume in die Tat umzusetzen.

Einige von uns kommen aus Syrien, andere aus Albanien, Kroatien und Rumänien, aber leider (und teils auch aus verständlichem Grund) hat Ann-Kathrin diese Länder nicht besucht. Aber sie hat uns eine Botschaft mitgegeben, indem sie sagte, wir sollten unseren Länderwechsel nicht unbedingt negativ sehen, denn dadurch hätten wir in jungen Jahren schon sehr viel erlebt, und auch Schwieriges könne im Leben eine gute Basis darstellen, denn in jeder Anstrengung liege auch ein positives Kapital.

Wir werden den Besuch dieser außergewöhnlichen jungen Weltreisenden nicht vergessen;  ihre Botschaft hat in unserer Klasse viel positive Unruhe ausgelöst.

 
 

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