Lebendige Biologie

Das „Küken-Projekt“

Dass Projektunterricht in besonderer Weise das Engagement, die Aufmerksamkeit und das Interesse von Schülerinnen und Schülern fördert, ist nicht immer selbstverständlich. Zu einer entdeckungs- und forschungsorientierten Methodik gehören - wie könnte es anders sein - vor allem interessante, aus der eigenen Lebenswelt stammende Inhalte und Fragestellungen: Was muss beispielsweise getan werden, damit Küken in Eiern nicht vertrocknen? Charlotte, Schülerin der Klasse 6N, gibt eine Antwort darauf und berichtet über ein wahrlich interessantes Projekt:

„Unser Lehrer Herr Bertram brachte aus seiner Hühnerzucht 60 Eier mit. Am 18.04.2016 legten wir Schülerinnen und Schüler der 6N die Eier in einen Brutkasten, in dem auch eine Schale mit Wasser stand. Herr Bertram kümmerte sich täglich um die Eier, aber für einige Tage in der Woche wurden wir eingeteilt, um das Wasser zu wechseln und die Eier zu wenden. Das Wasser war nötig, damit die Tiere in den Eiern nicht austrocknen. Die Eier mussten gedreht werden, damit sie überall gleich warm blieben.

Wir durchleuchteten die Eier, um herauszufinden, welche befruchtet waren und welche nicht. Am 25.04.2016 waren von einst 60 Eiern 44 befruchtet, später waren es nur noch 43.

Am Montag, 09.05.2016, waren schon einige Küken über Nacht geschlüpft, einige waren dabei zu schlüpfen und ein paar brauchten noch Zeit. Herr Bertram nahm ein Küken in die Hand und wir durften es streicheln und nannten es „Detleph“.

Alle Kinder waren von den Küken angetan, um nicht zu sagen: überwältigt. Die feinen weichen Federn an den zierlichen Körpern, so stellten wir fest, sind zum Schutz vor Kälte da. Zum Schluss durften wir den Boden des vorläufigen Stalles mit Einstreu bedecken und ihnen Futter und Wasser geben. Man muss die Schnäbel der Küken in Wasser tauchen, damit sie lernen zu trinken. Auch der Boden muss mit Futter bestreut sein, damit sie auch lernen zu fressen. Einige Zeit blieben sie in der Schule, dann kamen die Küken zu Herrn Bertram. (Herr Bertram besitzt wirklich viele Hühner und auch Tauben.) Jetzt beginnt ihr Leben erst richtig! Alle geschlüpften Hühner haben überlebt und nehmen stetig zu. Im Oktober schon werden sie ihre eigenen Eier ausbrüten.

Für die Klasse war das eine einzigartige Erfahrung, bei der wir viel gelernt haben!"

 
 

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