Fachbereich Sprachen-Kunst-Musik

Deutsch

Grundvoraussetzung zur Entfaltung einer selbstbestimmten, emanzipierten, demokratisch handelnden Persönlichkeit sind differenziert ausgebildete sprachliche Kompetenzen. Auch für nahezu jede spätere berufliche Perspektive, sei es eine wissenschaftlich-theoretische, sei es eine eher praxisbezogene, sind sie unerlässlich. Das Fach Deutsch vermittelt sie, sowohl in passiver als auch in aktiver Ausprägung, in besonderem Maße

–   durch die intensive Auseinandersetzung mit den in der Literatur formulierten Weltanschauungen und individuellen Erfahrungen,

–   durch die Vermittlung kommunikativer Kompetenzen,

–   durch Textanalyse und Sprachreflexion,

–   durch produktiv-kreative Auseinandersetzung mit den vermittelten Texten und Theorien,

–   durch intensive Leseförderung.

Über diese grundsätzlichen Aspekte hinaus, die den Unterrichtsalltag in all seinen Facetten wesentlich prägen, sich aber auch in speziellen Angeboten niederschlagen (z.B. in einem eigenständigen Literaturkurs der gymnasialen Oberstufe), sieht sich die Fachschaft Deutsch der Goethe-Schule in besonderer Weise folgenden unterrichtlichen Schwerpunkten verpflichtet.

Unterrichtspraxis 

Individuelle Förderung

  • Förderunterricht in der Sekundarstufe I

Soweit der Schule die nötigen Stunden zur Verfügung stehen, nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I an einem Deutsch-Förderunterricht in verhältnismäßig kleinen Lerngruppen teil. Auf diese Lerngruppen verteilen sich die Schülerinnen und Schüler einerseits je nach individuellem Förderbedarf, andererseits aber auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Talente und Interessen.

Schülerinnen und Schüler, bei denen eine besondere Rechtschreibschwäche diagnostiziert wird (DRT-Test in Jahrgang 5), werden in kleineren Lerngruppen gezielt gefördert.

Wir arbeiten dabei mit professionellen, spezialisierten Einrichtungen wie der Caritas Bochum oder dem Integrationsbüro (RAA) zusammen. 

  • Binnendifferenzierung

Wir sind bestrebt, in unserem Unterricht die Schülerinnen und Schüler individuell, und das heißt: binnendifferenziert zu fördern, wann immer die Rahmenbedingungen es zulassen.

So bieten wir im Literaturkurs der Sekundarstufe II zu diesem Zweck eine Wahlmöglichkeit an: Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich zwischen mindestens drei Schwerpunkten (z.B. Filmsprache und -analyse, journalistisches Schreiben [ Schulzeitung „Goethe-Anzeiger“], Theaterproduktion).

Kinder mit Migrationshintergrund

Die Goethe-Schule Bochum hat seit vielen Jahren den prozentual höchsten Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund aller Bochumer Gymnasien. Diesem Umstand trägt die Fachgruppe Deutsch Rechnung:

a)  In den Klassen 5-7 wird ein spezieller Förderunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund angeboten.

b)  Die in den Klassen vorhandene kulturelle Vielfalt wird im Unterricht aufgegriffen und dazu fruchtbar gemacht, interkulturelles Verständnis und Toleranz einzuüben.

Förderung von Schülern aus dem Bereich Gesamtschule / Realschule („Seiteneinsteiger“)

Viele Schülerinnen und Schüler, die im Anschluss an die Realschule die gymnasiale Oberstufe absolvieren möchten, besuchen dazu die Goethe-Schule. Sie erhalten (sofern nötig) besondere Förderung, z.B. durch

  •  häufige Rückmeldungen (z.B. Durchsicht der Hausaufgaben)
  •  besonders intensive Besprechung der schriftlichen Arbeiten
  • Aushändigung und Kontrolle zusätzlicher Übungs- und Arbeitsmaterialien

Englisch

Latein

Französisch

Italienisch

Imparare l'italiano

Mit dem neuen Leben, das einem nachdenkenden Menschen die Betrachtung eines neuen Landes gewährt, ist nichts zu vergleichen. Ob ich gleich noch immer derselbe bin, so mein' ich, bis aufs innere Knochenmark verändert zu sein.

(Goethe an Charlotte v. Stein, 2. Dez. 86)

Warum Italienisch?

Deutschland ist mit Italien durch enge kulturelle Verbindungen verbunden, die bis in die Anfänge der europäischen Geschichte zurückreichen. Italien hat die Entwicklung Europas im Laufe der Jahrhunderte entscheidend geprägt.

„Die italienische Sprache ist eine bedeutende Kultursprache und eine Schlüsselsprache für andere Fächer wie Kunst, Kunstgeschichte, Musik, Design, Architektur, klassische Philologie. In Italien befinden sich zwei Drittel aller Kunstschätze, die von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklärt wurden.

Italien ist einer der wichtigsten Handelspartner der BRD. Beim Bedarf an Fremdsprachenkenntnissen im Groß- und Außenhandel in Europa kommt Italienisch deshalb eine besondere Bedeutung zu.

Unter den ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus der Europäischen Union, die in Deutschland leben, stellen die Italienerinnen und Italiener die bei weitem größte Gruppe dar und prägen durch ihre Präsenz die deutsche Alltagskultur.“ (vgl. Kernlehrplan)

Italienisch bei uns

Italienisch wird an der Goethe-Schule als neu einsetzende Fremdsprache in der Sekundarstufe II

ab Jahrgangsstufe 10 (EF) angeboten. Es kann als Grundkurs und als Abiturfach gewählt werden.

Der Italienisch-Unterricht hat an der Goethe-Schule eine lange Tradition, von der die Schülerinnen und Schüler vielfach profitieren können. Es bestehen Kontakte zu italienischen Kulturorganisationen in Deutschland sowie Kontakte nach Italien, wodurch es z.B. einzelnen Schülern ermöglicht werden kann, Berufspraktika in Italien zu absolvieren.

Wir unterrichten in der Spracherwerbsphase mit dem Lehrwerk „In Piazza“ des Buchner-Verlags. Ziele, Themen und Methoden  richten sich nach den Vorgaben des Zentralabiturs und den Richtlinien für das Fach.

Die Arbeit orientiert sich  am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR) und folgt damit der neuen fachdidaktischen Tendenz, die sich einer pragmalinguistischen und an den individuellen Bedürfnissen des Lerners ausgerichteten Unterrichtskonzeption verpflichtet fühlt. Grundlage dafür ist die Berücksichtigung und Förderung der vier sprachlichen Grundkompetenzen „Sprechen“, „Schreiben“, „Lesen“ und „Hörverstehen“, die im GeR beschrieben und nach Niveaustufen ausdifferenziert sind.

Spanisch

Musik

Der curriculare Unterricht im Fachbereich Musik wird in der Unterstufe in den Jahrgängen 5 und 6 und in der Mittelstufe in den Jahrgängen 7 bis 9 zweistündig erteilt.
In der Sekundarstufe II ermöglichen wir den Schülerinnen und Schülern durch den dreistündigen Unterricht im Grundkursbereich so auch die Wahl des Faches Musik als Abiturfach.
Basis und Legitimation des gesamten Unterrichts sind in der Unter- und Mittelstufe der Kernlehrplan für die Sekundarstufe I Gymnasium (Kernlehrplan Musik) und in der Oberstufe die jeweiligen Vorgaben für das Abitur (Vorgaben Abitur).

Ergänzt wird die Arbeit des Fachbereiches durch eine Vielzahl von vernetzten Angeboten wie Chorarbeit, Musikklasse ab Jahrgangsstufe 5, Probefahrten, Angebote im Wahlpflichtbereich II ab Klasse 8 oder vokalpraktische bzw. Literaturkurse in Form von Musicalproduktionen in der Sekundarstufe II (Organsiation des Fachbereiches). Wie im Kernlehrplan des Landes angelegt, wird die unterrichtliche Arbeit darüber hinaus regelmäßig an den Kompetenzbereich Produktion geknüpft. Die Schülerinnen und Schüler können sich so musikalischen Problemstellungen sehr praxisorientiert je nach Jahrgangsstufe mit Hilfe von Blockflöte, Keyboard, Boomwhackers, Gesang, Schlagwerk, Ukulele oder digitalen Tools widmen.

Eine tiefergehende Fokussierung auf den Fachbereich Musik ermöglicht besonders die o.g. Musikklasse, die von externen Instrumentalpädagogen unterstützt wird. Informationen entnehmen Sie bitte diesem Link (Musik-Klasse).

Der Fachbereich präsentiert sich sowohl zweimal jährlich bei den Schulkonzerten im Februar und Juni als auch bei einer Vielzahl von Konzerten im öffentlichen Raum in Bochum. Darüber hinaus ermöglichen die für Eltern und Schüler offenen, regelmäßigen Fachkonferenzen die transparente Planung der Arbeit.

Bei Fragen ist die Fachbereichsleitung stets per Mail zu erreichen: rentz@goethe-schule.de

Kunst

Ausstellungsarbeit

Ausstellungsarbeit, als Demonstration unterschiedlicher und individueller künstlerischer Aneignungsprozesse, findet nicht nur an den Wänden der Kunst- und Klassenräume statt, sondern auch in unserem Goethe-Raum, wo wir versuchen, themenbezogene Ausstellungen zu realisieren. Dafür besitzt die Schule hochwertige Rahmen zur Bildpräsentation sowie Sockel und Vitrinen zur Präsentation von Skulpturen und Objekten. Zu besonderen Anlässen werden die gestalterischen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler auch auf den Fluren sowie außerhalb des Gebäudes ausgestellt.

Das Präsentieren von Kunstwerken der Schülerinnen und Schüler ist uns ein besonderes Anliegen, um deren Motivation zu fördern, den individuellen Diskurs anzuregen und das Fach zu repräsentieren.

Schule am Museum

Dass unsere Schule eine Schule am Museum genannt wird, ist kein besonderes Verdienst der Goethe-Schule, sondern ein glücklicher Zufall – gleichwohl haben die Kunstlehrerinnen sowie Schülerinnen und Schüler unserer Schule dazu beigetragen, dass ein wechselseitiges Geben und Nehmen zu einer intensiven Zusammenarbeit geführt haben. Ein großes Verdienst kommt hierbei auch der Museumsleitung zu.

Wir können jederzeit das Museum als Lernort nutzen, können dort sowohl theoretischen als auch gestalterischen Unterricht praktizieren. Das Museum ist bereit, die von uns gewünschten Originale aus dem Magazin zu holen und so für eine Betrachtung bereit zu halten. Wir haben die Chance, vor Originalen zu zeichnen, können aber auch die angrenzenden Werkstätten nutzen.

Im direkten Kontakt mit dem Original entstehen Prozesse, die nicht nur der Rezeption und Reflexion zugute kommen, vielmehr wird in der anschaulichen Präsenz individueller Vielfalt (als kategoriale Qualität des Museums) die den Schülerinnen und Schülern eigene Individualität herausgefordert und erweitert.

Im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit von Kunst geht die Auseinandersetzung mit dem Original leider immer mehr verloren – die Nähe des Museums hilft uns, diesen Aspekt wieder zu eröffnen.

Nicht zuletzt lernen die Schülerinnen und Schüler hier diejenigen formalen Aspekte zu begreifen, die eine mediale Vermittlung überspielen – etwa die Fragen des Formats, der Materialqualitäten, der Bezugnahme von Objekt und Raum.

Museumsbesuche (außerhalb Bochums)

Künstlerische Arbeit fordert die Reflexion über Kunst, auch und vor allem vor dem Original. Als „Schule am Museum“ wagen wir hierzu aber auch den Schritt über die Stadt hinaus. Museumsbesuche wie in Essen (Folkwang-Museum), Düsseldorf (K20), Duisburg (Lehmbruck Museum) und Köln (Ludwig Museum, Wallraff-Richarz) sind an unserer Schule vor allen Dingen in der gymnasialen Oberstufe Bestandteil der Ausbildung. In der Begegnung mit dem Original können Aspekte der Kunst reflektiert werden, die im Medium der Reproduktion unanschaulich bleiben müssten. Darüber hinaus wecken wir so das historisch/vergleichende Sehen und fördern den Umgang mit der öffentlichen Kulturarbeit, der Kulturarbeit außerhalb der Schule.

Kunst und berufliche Perspektiven

Das Fach Kunst an der Goethe-Schule bereitet die an einem Kunststudium/ Designstudium interessierten Schülerinnen und Schüler solcherart vor, dass die Kunstlehrerinnen eine sogenannte Mappenberatung anbieten bzw. Aufgaben für eine angemessene Mappe initiieren und betreuen.

Das Unterrichtsfach Kunst, aber auch die Angebote der Universitäten, haben seit Jahren die klassischen Felder bildhafter Gestaltung hinter sich gelassen und bieten Inhalte an, die weit über das klassische Berufsfeld „Bildender Künstler“ hinausweisen. Die Begriffe Design, Werbung, Architektur, Umweltgestaltung, Ästhetische Forschung etc. sind Begriffe, die sich in den Schulen als auch in den Universitäten wiederfinden; es ist die Aufgabe der Kunstlehrerinnen, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Die Erweiterung des klassisch Bildhaften (Bezugsfelder) sowie der Kontakt zu den Universitäten und den praktischen Berufen ist uns ein immerwährendes Anliegen (auch wenn uns die Themen des Zentralabiturs oftmals daran hindern).

Digitale Fotografie/digitale Bildbearbeitung

Das Fach Kunst an der Goethe-Schule realisiert viele gängige oder tradierte Gestaltungstechniken der Kunst. Ein besonderes Merkmal moderner Kunst, dem auch die Vorgaben des Zentralabiturs folgen, ist die Integration der Fotografie in den Kanon der Kunst.

Aufgrund großzügiger Spenden des Förderervereins verfügt das Fach über fünf digitale Spiegelreflexkameras und über eine Schullizenz für digitale Bildbearbeitung; eine Besonderheit, die nicht viele Schulen vorweisen können. Zudem gibt es als Unterstützung und „Verknüpfung“ eine Foto- und eine Graphikdesign-AG.

Das Fach kann sich solcherart den aktuellen Entwicklungen der Kunst, als auch den aktuellen Vorgaben der Lehrpläne stellen. Darüber hinaus stellt sich das Fach damit den am häufigsten geübten künstlerischen Gestaltungsmitteln der Alltagskultur und kann diesen (vermeintlich simplen) Bildprozess einer künstlerisch bewussten Reflexion unterziehen.

Leistungskurs Kunst

An der Goethe-Schule hat der Leistungskurs Kunst seit vielen Jahren Tradition. Die Kooperation mit der Hildegardis-Schule gewährleistet ein regelmäßiges Zustandekommen in der Qualifikationsphase und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine intensivere Auseinandersetzung mit den vorgegebenen Schwerpunkten und Inhalten. Durch die höhere Stundenzahl ist eine Vertiefung von künstlerischen Sichtweisen, ästhetischen Gestaltungen im Sinne von verschiedenen künstlerischen Verfahren und Methoden und der Nutzung außerschulischer Lernorte möglich.