Fachbereich Sprachen-Kunst-Musik

Übersicht

Deutsch                        Musik   

Englisch                        Kunst           

Latein/Französisch   

Italienisch          

Spanisch                        

 

 

Deutsch

Grundvoraussetzung zur Entfaltung einer selbstbestimmten, emanzipierten, demokratisch handelnden Persönlichkeit sind differenziert ausgebildete sprachliche Kompetenzen. Auch für nahezu jede spätere berufliche Perspektive, sei es eine wissenschaftlich-theoretische, sei es eine eher praxisbezogene, sind sie unerlässlich. Das Fach Deutsch vermittelt sie, sowohl in passiver als auch in aktiver Ausprägung, in besonderem Maße

–   durch die intensive Auseinandersetzung mit den in der Literatur formulierten Weltanschauungen und individuellen Erfahrungen,

–   durch die Vermittlung kommunikativer Kompetenzen,

–   durch Textanalyse und Sprachreflexion,

–   durch produktiv-kreative Auseinandersetzung mit den vermittelten Texten und Theorien,

–   durch intensive Leseförderung.

Über diese grundsätzlichen Aspekte hinaus, die den Unterrichtsalltag in all seinen Facetten wesentlich prägen, sich aber auch in speziellen Angeboten niederschlagen (z.B. in einem eigenständigen Literaturkurs der gymnasialen Oberstufe), sieht sich die Fachschaft Deutsch der Goethe-Schule in besonderer Weise folgenden unterrichtlichen Schwerpunkten verpflichtet.

Unterrichtspraxis 

Individuelle Förderung

  • Förderunterricht in der Sekundarstufe I:
    Soweit der Schule die nötigen Stunden zur Verfügung stehen, nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I an einem Deutsch-Förderunterricht in verhältnismäßig kleinen Lerngruppen teil. Auf diese Lerngruppen verteilen sich die Schülerinnen und Schüler einerseits je nach individuellem Förderbedarf, andererseits aber auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Talente und Interessen.
    Schülerinnen und Schüler, bei denen eine besondere Rechtschreibschwäche diagnostiziert wird (DRT-Test in Jahrgang 5), werden in kleineren Lerngruppen gezielt gefördert.
    Wir arbeiten dabei mit professionellen, spezialisierten Einrichtungen wie der Caritas Bochum oder dem Integrationsbüro (RAA) zusammen. 
  • Binnendifferenzierung
    Wir sind bestrebt, in unserem Unterricht die Schülerinnen und Schüler individuell, und das heißt: binnendifferenziert zu fördern, wann immer die Rahmenbedingungen es zulassen.
    So bieten wir im Literaturkurs der Sekundarstufe II zu diesem Zweck eine Wahlmöglichkeit an: Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich zwischen mindestens drei Schwerpunkten (z.B. Filmsprache und -analyse, journalistisches Schreiben [ Schulzeitung „Goethe-Anzeiger“], Theaterproduktion).

Kinder mit Migrationshintergrund

Die Goethe-Schule Bochum hat seit vielen Jahren den prozentual höchsten Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund aller Bochumer Gymnasien. Diesem Umstand trägt die Fachgruppe Deutsch Rechnung:

a)  In den Klassen 5-7 wird ein spezieller Förderunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund angeboten.

b)  Die in den Klassen vorhandene kulturelle Vielfalt wird im Unterricht aufgegriffen und dazu fruchtbar gemacht, interkulturelles Verständnis und Toleranz einzuüben.

Förderung von Schülern aus dem Bereich Gesamtschule / Realschule („Seiteneinsteiger“)

Viele Schülerinnen und Schüler, die im Anschluss an die Realschule die gymnasiale Oberstufe absolvieren möchten, besuchen dazu die Goethe-Schule. Sie erhalten (sofern nötig) besondere Förderung, z.B. durch

  •  häufige Rückmeldungen (z.B. Durchsicht der Hausaufgaben)
  •  besonders intensive Besprechung der schriftlichen Arbeiten
  • Aushändigung und Kontrolle zusätzlicher Übungs- und Arbeitsmaterialien

____________________________________________________________________

 

Englisch

“Learning another language is not only learning different words for the same things, but learning another way to think about things.“  (Flora Lewis)

Sprachenlernen ist mehr als die Vermittlung von Vokabeln und Grammatik, es eröffnet den Lernenden neue Sichtweisen, fremde Denkkonzepte und Kulturen. Aus diesem Grund werden im Englischunterricht an der Goethe-Schule in allen Jahrgangsstufen nicht nur die kommunikativen und sprachlichen Kompetenzen erweitert, sondern auch kulturelle und methodische Kompetenzen vermittelt. Englisch als Weltsprache ist allgegenwärtig, sei es, wenn wir online liken, unsere Smartphones checken, Selfies über WhatsApp teilen, oder unter dem Hashtag #chillaxen gefakte Holiday Pics posten. Auch in der Offline-Welt geht man heutzutage an den Service-Point oder networkt im Geschäftsmeeting. Hätte die englische Sprache einen Instagram-Account, dann wäre die Freundesliste unendlich lang. Anglizismen sind für viele Menschen längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Obwohl es mindestens genauso viele gibt, die sie verabscheuen, lässt sich die Allgegenwärtigkeit dieser Sprache nicht leugnen.

Anders als noch vor einigen Jahren kommen einige Schülerinnen und Schüler heute bereits mit Englischgrundkenntnissen in die weiterführende Schule, haben womöglich erste Bücher gelesen, kurze Texte geschrieben oder englische Lieder gesungen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Schülerinnen und Schüler dort abzuholen, wo sie gerade stehen, damit wir an die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und somit deren Sprachkompetenzen vielfältig weiterentwickeln. Dabei stehen neben Wortschatz- und Grammatikerwerb besonders kommunikative Kompetenzen im Vordergrund. Wir versuchen hierbei, einen möglichst reibungslosen Übergang von der Grundschule in unsere Klasse 5 zu gewährleisten. Auch wenn bald die ersten Lernerfolgskontrollen anstehen, wird im Englischunterricht zunächst überprüft, ob alle Kinder mit den gleichen Kompetenzen an unserer Schule ankommen.

Zudem hat die Mündlichkeit, welche die Schüler aus dem Unterricht der Grundschule kennen, auch bei uns einen Schwerpunkt. Es werden in den Klassen durchgehend Hörverstehensübungen sowohl im Unterricht als auch in Klassenarbeiten eingesetzt, um so bereits erlangte Kompetenzen aufzugreifen und zu vertiefen.

Wir bieten den Schülerinnen und Schülern zusätzlich zum regulären Unterricht verschiedene Differenzierungsmöglichkeiten, wie die Teilnahme an Fremdsprachenwettbewerben oder den Erwerb des Cambridge Certificate, in der Oberstufe unseren langjährigen USA-Austausch mit unserer Partnerschule in Vermont. Ein Englandaustausch mit einer Schule nahe Liverpool ist gerade im Aufbau.

____________________________________________________________________

 

Latein/Französisch

Latein und Französisch werden an der Goethe-Schule als Alternativen bei der Wahl der zweiten Fremdsprache ab Klasse 7 angeboten. (Französisch kann auch zur Klasse 9 hin als dritte Fremdsprache gewählt werden, der Kurs kommt aber nicht in jedem Jahrgang zustande.)

Beim Französischen geht es um den Spracherwerb einer weltweit verbreiteten Sprache in den vier Fertigkeiten Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben.

Das Lateinische wird nicht mit dem Ziel gelehrt, es aktiv zu sprechen, vielmehr geht es um historische Kommunikation und einen Sprachvergleich des Lateinischen mit den modernen Sprachen, vor allem mit dem Deutschen. Lateinunterricht ist insofern immer auch Deutschunterricht.

Im Französischunterricht wird die neueste Auflage des Lehrwerks „À plus!“ von Cornelsen benutzt, Latein wird mit der neuesten Auflage des Lehrwerks „Cursus“ aus dem Buchner-Verlag unterrichtet.

____________________________________________________________________

 

Italienisch

  • Italienisch wird an der Goethe-Schule als neu einsetzende Fremdsprache in der Sekundarstufe II ab Jahrgangsstufe 10 (EF) angeboten. Es kann als Grundkurs und als Abiturfach (3./4.) gewählt werden.
  • Der Italienisch-Unterricht an der Goethe-Schule hat eine lange Tradition, von der die Schülerinnen und Schüler vielfach profitieren können. Es bestehen Kontakte zu italienischen Kulturorganisationen in Deutschland sowie Kontakte nach Italien, wodurch es z.B. einzelnen Schülern ermöglicht werden kann, Berufspraktika in Italien zu absolvieren.
  • Austausch mit Mantua
  • Wir unterrichten in der Spracherwerbsphase mit dem Lehrwerk „In Piazza“ des Buchner-Verlags. Ziele, Themen und Methoden richten sich nach den Vorgaben des Zentralabiturs und den Richtlinien für das Fach.
  • Wir schulen die sprachlichen Grundkompetenzen „Sprechen“, „Schreiben“, „Lesen“, „Hör- bzw. Hörsehverstehen“ und „interkulturelle Kompetenz“.
  • Themen in der Q-Phase sind zum Beispiel Jugendliche in Italien (Liebe, Familie und Freundschaft; Schule und Zukunftsperspektiven), das Bild von Rom in Film und Literatur (Schönheit und Probleme einer Metropole) und Nachhaltiges Leben (Umwelt und Kulturerbe).
  • Die italienische Sprache ist eine bedeutende Kultursprache und eine Schlüsselsprache für andere Fächer wie Kunst, Kunstgeschichte, Musik, Design, Architektur, klassische Philologie. In Italien befinden sich zwei Drittel aller Kunstschätze, die von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklärt wurden.
  • Italien ist einer der wichtigsten Handelspartner der BRD. Beim Bedarf an Fremdsprachenkenntnissen im Groß- und Außenhandel in Europa kommt Italienisch deshalb eine besondere Bedeutung zu.

____________________________________________________________________

 

Spanisch

in Bearbeitung!

____________________________________________________________________

 

Musik

Der curriculare Unterricht im Fachbereich Musik wird in der Unterstufe in den Jahrgängen 5 und 6 und in der Mittelstufe in den Jahrgängen 7 bis 9 zweistündig erteilt.
In der Sekundarstufe II ermöglichen wir den Schülerinnen und Schülern durch den dreistündigen Unterricht im Grundkursbereich so auch die Wahl des Faches Musik als Abiturfach.
Basis und Legitimation des gesamten Unterrichts sind in der Unter- und Mittelstufe der Kernlehrplan für die Sekundarstufe I Gymnasium (Kernlehrplan Musik) und in der Oberstufe die jeweiligen Vorgaben für das Abitur (Vorgaben Abitur).

Ergänzt wird die Arbeit des Fachbereiches durch eine Vielzahl von vernetzten Angeboten wie Chorarbeit, Musikklasse ab Jahrgangsstufe 5, Probefahrten, Angebote im Wahlpflichtbereich II ab Klasse 8 oder vokalpraktische bzw. Literaturkurse in Form von Musicalproduktionen in der Sekundarstufe II (Organsiation des Fachbereiches). Wie im Kernlehrplan des Landes angelegt, wird die unterrichtliche Arbeit darüber hinaus regelmäßig an den Kompetenzbereich Produktion geknüpft. Die Schülerinnen und Schüler können sich so musikalischen Problemstellungen sehr praxisorientiert je nach Jahrgangsstufe mit Hilfe von Blockflöte, Keyboard, Boomwhackers, Gesang, Schlagwerk, Ukulele oder digitalen Tools widmen.

Eine tiefergehende Fokussierung auf den Fachbereich Musik ermöglicht besonders die o.g. Musikklasse, die von externen Instrumentalpädagogen unterstützt wird. Informationen entnehmen Sie bitte diesem Link (Musik-Klasse).

Der Fachbereich präsentiert sich sowohl zweimal jährlich bei den Schulkonzerten im Februar und Juni als auch bei einer Vielzahl von Konzerten im öffentlichen Raum in Bochum. Darüber hinaus ermöglichen die für Eltern und Schüler offenen, regelmäßigen Fachkonferenzen die transparente Planung der Arbeit.

Bei Fragen ist die Fachbereichsleitung stets per Mail zu erreichen: g.rentz@goethe-schule.de

____________________________________________________________________

 

Kunst

Das Fach Kunst an der Goethe Schule – Schülerstimmen

Stimmen aus der 5b:

„Kunst an der Goethe-Schule ist echt toll. Da kann man Monster zeichnen, Geschichten schreiben, malen und seine Ergebnisse vorstellen. Man redet auch über das Bild oder über die Geschichte. Jedes Bild ist auf seine Art wunder-wunderschön.” 

„Mir gefällt am Kunstunterricht, dass wir erst einmal mit dem Zeichnen anfangen und nicht direkt zur Wasserfarbe greifen.“ 

„Kunst ist ein schönes Fach, bei dem du mit dem Zeichnen anfängst und dann mit Farben arbeitest. Der Kunstunterricht macht mir sehr viel Spaß! Ich habe es am Anfang auch nicht geglaubt! Ich würde mich freuen, wenn ihr hier an die Goethe-Schule kommt!“ 

„Wenn ihr gerne malt oder zeichnet, dann seid ihr hier genau richtig! Denn der Kunstunterricht ist hier sehr toll! Wir haben schon Monstergeschichten geschrieben und passende Bilder dazu gemalt, die wir dann auch vorstellen durften. Viel Spaß!“ 

 

Sofia (EF): „Der Kunstunterricht. Ein Ort, wo man seiner Fantasie und seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Zeichnen, malen, drucken, modellieren – alles ist möglich. Doch kann ich das alles? Natürlich nicht. Es scheint manchmal unmöglich, die Aufgabe zu bewältigen. Da überkommt einen auch mal die Verzweiflung. Wie soll ich das bitte hinbekommen? Ich bin doch kein Künstler!

Doch was ich an der Goethe-Schule gelernt habe, ist, dass ich das auch nicht sein muss. Im Kunstunterricht geht es um das Erlernen von Techniken und um das Ziel, sich zu verbessern. Man kann unabhängig von seinen Stärken das Beste aus sich und seiner Arbeit herausholen. 

Der Kunstunterricht ist vielfältig, mit all seinen Seiten. Sowohl kompliziert und nervenaufreibend als auch ein Ort der Fantasie und der Entspannung. Es müssen nicht nur Worte sein, die etwas ausdrücken. Ein Werk, welches man auf die Beine gestellt hat, kann so viel ausdrücken: Stolz, Fleiß, harte Arbeit, aber auch Spaß und Leidenschaft. 

Mir gefällt diese Herausforderung, im Unterricht mit etwas konfrontiert zu werden, was einen im ersten Moment überfordern könnte, denn die Lösung dafür zu finden, macht einen im Nachhinein umso stolzer. Ein Gefühl kann vermittelt werden, nämlich, dass man alles schaffen kann.“

Mayra (EF): „Kunstunterricht? Das ist doch das, wo man mit ein bisschen malen schon eine gute Note bekommt, oder? Nein, tatsächlich ist Kunstunterricht an der Goethe-Schule so viel mehr. Von Bleistiften bis hin zum Ton, der Seife oder dem Linoldruck ist alles dabei. Oftmals setzt man sich ebenfalls mit den Geschichten von verschiedenen Künstlern und ihren Werken auseinander oder aber analysiert die Bedeutung berühmter Werke in der Historik. Man muss kein Profikünstler sein, um Spaß am Unterricht zu finden, schließlich gehört Imperfektion ebenfalls dazu: den Umgang mit verschiedenen Materialien kennenlernen, seinen Werken eine eigene Note geben und immer besser werden in dem, was man tut, und dabei seine eigenen Fortschritte und Erfolge miterleben. 

Doch besonders gut gefällt mir die in den Kursen herrschende Atmosphäre. Jeder unterstützt und ermutigt jeden, um sich selbst und seine Mitschülerinnen zu stärken.“  

 

Robin (Q2): "Was mir an dem Fach Kunst gefällt? Mir gefällt, dass das Fach Kunst sehr viele verschieden Sachen zu bieten hat und es nie langweilig wird. Das Fach Kunst ist für kreative Menschen geeignet und lässt einem viel Freiheiten."

Aliyah (Q2): "Die Ergebnisse werden in der Gruppe immer untereinander vorgestellt und fachlich kritisiert oder gelobt, auch für Verbesserungsvorschläge ist hier immer Platz. Man kann also sagen, dass der Kunstunterricht an der Goethe-Schule sehr interessant und abwechslungsreich von theoretischen Aufgaben über Zeichnungen und Skulpturen bis hin zur Fotografie gestaltet ist."

 

Ausstellungsarbeit

Das Präsentieren von Kunstwerken der Schülerinnen und Schüler ist uns ein besonderes Anliegen, um deren Motivation zu fördern, den individuellen Diskurs anzuregen und das Fach zu repräsentieren. Um unsere jährliche Kunstausstellung, die einen sehenswerten Überblick über die entstandenen Werke im Kunstunterricht der einzelnen Jahrgangsstufen bietet, in der aktuellen Pandemie-Phase zu ersetzen, präsentieren wir seit diesem Schuljahr digital die „Kunst des Monats“, indem aktuelle Werke einer Klasse bzw. eines Kurses auf der Homepage gezeigt werden.

Unsere Ausstellungsarbeit als Demonstration unterschiedlicher und individueller künstlerischer Aneignungsprozesse findet somit nicht mehr nur an den Wänden der Goethe-Schule statt, sondern auch auf unserer Homepage.

Schule am Museum

Dass unsere Schule eine Schule am Museum genannt wird, ist kein besonderes Verdienst der Goethe-Schule, sondern ein glücklicher Zufall – gleichwohl haben die Kunstlehrerinnen sowie Schülerinnen und Schüler unserer Schule dazu beigetragen, dass ein wechselseitiges Geben und Nehmen zu einer Zusammenarbeit geführt hat. Ein großes Verdienst kommt hierbei auch dem Team des Museums zu.

Wir können jederzeit das Museum als Lernort nutzen, können dort sowohl theoretischen als auch gestalterischen Unterricht praktizieren. Das Museum ist bereit, die von uns gewünschten Originale aus dem Magazin zu holen und so für eine Betrachtung bereitzuhalten. Wir haben die Chance, vor Originalen zu zeichnen, können aber auch die angrenzenden Werkstätten nutzen.

Im direkten Kontakt mit dem Original entstehen Prozesse, die nicht nur der Rezeption und Reflexion zugutekommen, vielmehr wird in der anschaulichen Präsenz individueller Vielfalt (als kategoriale Qualität des Museums) die den Schülerinnen und Schülern eigene Individualität herausgefordert und erweitert.

Im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit von Kunst geht die Auseinandersetzung mit dem Original leider immer mehr verloren – die Nähe des Museums hilft uns, diesen Aspekt wieder zu eröffnen.

Nicht zuletzt lernen die Schülerinnen und Schüler hier diejenigen formalen Aspekte zu begreifen, die eine mediale Vermittlung überspielt – etwa die Fragen des Formats, der Materialqualitäten, der Bezugnahme von Objekt und Raum.

Museumsbesuche (außerhalb Bochums)

Künstlerische Arbeit fordert die Reflexion über Kunst, auch und vor allem vor dem Original. Als „Schule am Museum“ wagen wir hierzu aber auch den Schritt über die Stadt hinaus. Museumsbesuche wie in Essen (Folkwang-Museum), Düsseldorf (K20), Duisburg (Lehmbruck-Museum) und Köln (Ludwig-Museum, Wallraff-Richartz) sind an unserer Schule vor allen Dingen in der gymnasialen Oberstufe Bestandteil der Ausbildung. In der Begegnung mit dem Original können Aspekte der Kunst reflektiert werden, die im Medium der Reproduktion unanschaulich bleiben müssen. Darüber hinaus wecken wir so das historisch-vergleichende Sehen und fördern den Umgang mit der öffentlichen Kulturarbeit, der Kulturarbeit außerhalb der Schule.

Kunst und berufliche Perspektiven

Das Fach Kunst an der Goethe-Schule bereitet die an einem Kunst- bzw. Designstudium interessierten Schülerinnen und Schüler solcherart vor, dass die Kunstlehrerinnen eine sogenannte Mappenberatung anbieten bzw. Aufgaben für eine angemessene Mappe initiieren und betreuen.

Das Unterrichtsfach Kunst, aber auch die Angebote der Universitäten, haben seit Jahren die klassischen Felder bildhafter Gestaltung hinter sich gelassen und bieten Inhalte an, die weit über das klassische Berufsfeld „Bildender Künstler“ hinausweisen. Die Begriffe Design, Werbung, Architektur, Umweltgestaltung, Ästhetische Forschung etc. sind Begriffe, die sich in den Schulen wie in den Universitäten wiederfinden; es ist die Aufgabe der Kunstlehrerinnen, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Die Erweiterung des klassisch Bildhaften (Bezugsfelder) sowie der Kontakt zu den Universitäten und den praktischen Berufen ist uns ein immerwährendes Anliegen.

Digitale Fotografie/digitale Bildbearbeitung

Das Fach Kunst an der Goethe-Schule realisiert viele gängige oder tradierte Gestaltungstechniken der Kunst. Ein besonderes Merkmal moderner Kunst, dem auch die Vorgaben des Zentralabiturs folgen, ist die Integration der Fotografie in den Kanon der Kunst. Das Fach kann sich solcherart den aktuellen Entwicklungen der Kunst, aber auch den aktuellen Vorgaben der Lehrpläne stellen. Darüber hinaus stellt sich das Fach damit den am häufigsten geübten künstlerischen Gestaltungsmitteln der Alltagskultur und kann diesen (vermeintlich simplen) Bildprozess einer künstlerisch bewussten Reflexion unterziehen.

Als Unterstützung und „Verknüpfung“ gibt es an unserer Schule eine Design-und-Layout-AG, in der ab der Mittelstufe mit den professionellen Programmen „Photoshop“ und „Indesign“ gearbeitet wird, um hochwertige Produkte wie unsere jährlich erscheinende Schulzeitung Goethes Anzeiger zu erstellen.

Leistungskurs Kunst

An der Goethe-Schule hat der Leistungskurs Kunst seit vielen Jahren Tradition. Die Kooperation mit der Hildegardis-Schule gewährleistet ein regelmäßiges Zustandekommen in der Qualifikationsphase und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine intensivere Auseinandersetzung mit den vorgegebenen Schwerpunkten und Inhalten. Durch die höhere Stundenzahl ist eine Vertiefung von künstlerischen Sichtweisen, ästhetischen Gestaltungen im Sinne von verschiedenen künstlerischen Verfahren und Methoden und der Nutzung außerschulischer Lernorte möglich.

Aktuelle Kunstprojekte

Kunst des Monats