Literaturkurs der Q1 - 2020

Theater mal anders

Update: Das Hörspiel ist ab sofort verfügbar - HIER

Es sind bereits viele Monate vergangen, in denen der Literaturkurs der jetzigen Q1 unter Leitung von Herrn Pröll viel Aufwand, Zeit und harte Arbeit in die geplante Aufführung des Theaterstücks „Einer flog über das Kuckucksnest“ investiert hat. Der eigentliche Plan fing damit an, dass sich der Literaturkurs in den ersten Stunden nach einigen Recherchen und Erkundigungen gemeinsam auf das Theaterstück „Einer flog über das Kuckucksnest“ einigte. Kurz darauf fingen wir nach einem oberflächlichen Überfliegen des Skriptes mit der Aufteilung der Rollen, sowie der weiteren Aufgabenfelder an.

Bereits einige Stunden danach begannen die ersten Proben, in denen sich die einzelnen Leute mit ihrer Arbeit bzw. mit den Charakteren ihrer Rolle intensiver auseinandersetzten und vertraut machten. Es folgten unzählige Wochen, in denen unsere Arbeit perfektioniert wurde. Das Regisseur-und-Direktor-Team arbeitete an der optimalen Szeneninszenierung, das Make-up-Team kreierte die perfekten Looks für Schauspieler, das Technik-Team lernte von Tag zu Tag den besseren Umgang mit Licht und Soundeffekten, die Schauspieler arbeiteten sich über die Proben immer weiter in ihre Rolle ein und der gesamte Kurs wuchs immer mehr zu einer Gemeinschaft zusammen, was die Umsetzung des gesamten Plans erheblich vereinfachte.

Doch dann kam Corona...

Bereits vor der Schulschließung sahen wir unsere Aufführung in Gefahr und überlegten uns provisorische Alternativen, falls es auf Grund des Virus zu Einschränkungen kommen sollte, und einigten uns dafür auf einen Film, um unsere erarbeitete Leistung bestmöglich zu präsentieren. Ein Tag darauf wurde dann tatsächlich die Schule geschlossen... Um die Zeit zuhause jedoch sinnvoll nutzen zu können, haben wir alle individuell unsere Szenen aufgenommen und Intro sowie Hintergrundmusik ausgearbeitet.

Nun fing die Schule wieder an und schon kam das nächste Problem auf uns zu: Die Corona-Maßnahmen erforderten einen Mindestabstand. Durch eine so enorme Einschränkung in den einzelnen Szenen ebenso wie beim Make-up ist der Plan der Umsetzung in einem Film letztendlich auch ins Wasser gefallen. Allerdings ließen wir uns auch da nicht unterkriegen! Nach weiterem Grübeln kamen wir zu dem Entschluss, unsere ganze Arbeit in ein Hörspiel umzuwandeln. Natürlich musste jetzt alles in kürzester Zeit umstrukturiert werden, was gerade unter diesem Zeitdruck, nachdem so viel Zeit verloren gegangen war, einige Schwierigkeiten mit sich brachte.

Die Gruppen blieben größtenteils bestehen, nur ein neues Organisationsteam kam dazu, das für die weitere Planung verantwortlich war. Emma S., die ein Teil des Organisationsteams ist, berichtet: „An sich war die Planung nicht sehr schwierig. Aber es war alles sehr zeitaufwändig und wir standen alle teilweise ziemlich unter Zeitdruck.“ Trotz alledem leisteten sie hervorragende Arbeit, welche den Schauspielern ihren Teil der ganzen Sache vereinfachte.

Jedoch war es immer noch eine Herausforderung. „Als leidenschaftlicher Schauspieler finde ich es auf jeden Fall sehr schade, dass das Theaterstück nicht als geplante Aufführung zustandekommt, aber das Hörspiel ist eine sehr gute Alternative. Es ist sehr herausfordernd, da der ganze Fokus nun auf der Stimme liegt und man da sehr genau drauf achten muss, aber ich finde es sehr interessant und spaßig, auch mal ein neues Medium auf so eine Art und Weise kennen zu lernen“, erzählt Charlie N., der die Hauptrolle des Stückes spielt. Von den Schauspielern wird die ganze Änderung positiv und professionell aufgenommen. „Es ist zwar schade, dass die eigentliche Aufführung nicht stattfindet, aber ich glaube, dass das Hörspiel die beste Alternative ist“, informieren uns Linda V., Sina K., Chi N. und Arthur B.

Neben dem Organisationsteam und den Schauspielern, die sich nun ihren neuen Aufgaben widmen, haben sowohl das Technik- als auch das Make-up-Team optimale Alternativen für ihr Aufgabenfeld gefunden. Während die Technik die Soundaufnahmen und -effekte bearbeitet, hat sich das Make-up-Team für eine Collage entschieden, um weiterhin auf kreative Art und Weise die kleinen, aber wichtigen Details der Schauspieler darzustellen. Dazu erläutert Emely K.: „Es war viel Aufwand, da wir uns erst einmal ein passendes Konzept ausdenken mussten, nachdem wir unsere ganzen Pläne von vorher vergessen konnten, wobei wir uns letztendlich für eine Fotocollage entschieden haben. Dafür mussten wir natürlich zunächst kamerataugliche Kostüme und Schminke besorgen, um im Anschluss die Bilder zu machen. Wir hatten zwar nur wenig Zeit, aber es ist uns trotzdem sehr gut gelungen.“

Also kann man sagen: Ende gut, alles gut! Dank der tollen und engagierten Leitung von Herrn Pröll und der aktiven und aufgeschlossenen Mitarbeit des Kurses haben wir es geschafft, trotz so vieler Herausforderungen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen!

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr euch unser Hörspiel anhören würdet, denn da steckt nämlich viel Arbeit und Leidenschaft drin. Es wird voraussichtlich zum Ferienstart online verfügbar sein.

Viel Spaß!

 

Das Hörspiel ist ab sofort verfügbar: HIER

 

 
 

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