Austauschprogramm

Internationale Begegnungen

Schulpartnerschaften und das damit verbundene Austauschprogramm tragen dazu bei, „die Schülerinnen und Schüler (...) auf ein Leben in einem zusammenwachsenden Europa und in einer international verflochtenen Welt“ vorzubereiten.  Diese Vorbereitung sollte nicht nur theoretisch erfolgen, sondern zumindest für einen kurzen Abschnitt eine erfahrbare Lebensrealität werden.

In den Familien und der Partnerschule werden die sozialen wie die Fremdsprachenkompetenzen gefördert und gefordert. So sollen die Schüler lernen, dass die Außenwelt nicht nur Lehrbuchstoff oder Touristenobjekt, sondern eine Lebensrealität  ist - vom Alltag in den Familien, in der Partnerschule bis zu kulturellen Höhepunkten. Diese hautnah erfahrenen historischen, kulturellen und sozialen Besonderheiten eines Landes können sie dann anschließend nicht nur unterrichtlich, sondern auch persönlich aufarbeiten und vertiefen.

Bereits Mitte der 80-er Jahre konnte die Goethe-Schule erste Erfolge in ihren Bemühungen verzeichnen, Schulpartnerschaften im Ausland zu finden. Es etablierten sich zunächst Kontakte mit einer US-High-School, einer Schule in der Partnerstadt Bochums, Sheffield, und mit einer Schule in Herzliya in Israel. Letztere galt der historischen Aufarbeitung, während die Begegnungen im englischsprachigen Ausland mehr die sprachkulturelle Ebene in den Vordergrund rücken. Leider musste der Israelaustausch aus Sicherheitsgründen Mitte der neunziger Jahre eingestellt werden.

Der US-Austausch, an dem im zweijährigen Wechsel vorwiegend Schülerinnen und Schüler der Oberstufe teilnehmen, hat mittlerweile eine solche Beliebtheit, dass Schüler sich schon früh zu profilieren versuchen, um einen Platz im Kontingent (ca. 40 Personen) angeboten zu bekommen. Allein bis zum Jahr 2010 haben ca. 500 Goethe-Schüler am USA-Austausch teilgenommen.

Der Austausch mit der King Edward School in Sheffield wendete sich jährlich an Schülerinnen und Schüler der Klasse 8. Leider kündigte die englische Schule den Austausch nach vielen Jahrzehnten auf. Inzwischen hat die Fachschaft Englisch viele Kontakte nach GB und Irland etablieren können und ist zuversichtlich, mittelfristig wieder einen jährlichen Austausch anbieten zu können. Als Ersatz haben in den letzten Jahren Fahrten an eine Sprachschule in Südengland gedient, bei denen die Lerner in Gastfamilien untergebracht waren.

Das Fach Italienisch hat eine Partnerschule in der Weltkulturerbe-Stadt Mantua, zwischen Mailand und Venedig gelegen. In der Q1 können die Schülerinnen und Schüler Alltagsleben und Kunstschätze in Mantua, den Tagesablauf in italienischen Familien und das italienische Schulsystem kennenlernen – und nicht zuletzt die hervorragende Küche. Aufgrund der umfangreichen Kontakte nach Italien können Schülerinnen und Schüler auch ihre Betriebspraktika in Italien ableisten.

Ebenso verfuhr das noch junge Fach Spanisch, das eine Schulpartnerschaft inder Nähe von Madrid hat und jährlich eine Schülerbegegnung für die Q1 organisiert.

Die Meldung zu einem Austausch ist freigestellt. Sobald jedoch eine Anmeldung schriftlich vorliegt und von der Leitung des Austauschs bestätigt ist, ist die Teilnahme für den/die Angemeldete(n) obligatorisch. Da die Plätze kontingentiert sind, müssen interessierte Schüler in Hinblick auf Fremdsprachenkenntnisse, vor allem aber Sozialverhalten und Persönlichkeitsbild einem gewissen Anforderungsprofil genügen. Ist eine weitere Auswahl nötig, entscheidet in der Regel das Losverfahren.

Um das Austauschprogramm  für alle Interessierten finanziell realisierbar zu gestalten, hat der Fördererverein der Goethe-Schule einen Austauschetat zur Verfügung gestellt, der sowohl bei der Programmgestaltung vor Ort in Bochum wie bei Bedürftigkeit - Entscheidung obliegt der Schulleitung nach Prüfung der Unterlagen – greift.

Individualaustausch

Die Schule unterstützt nicht nur den Austausch ganzer Lerngruppen, sondern fördert auch den Aufenthalt einzelner Schülerinnen und Schüler im Ausland. Ein Jahr - oder auch nur drei oder sechs Monate - in einem fremden Land und einer anderen Kultur tragen in erheblichem Maße zur Persönlichkeitsbildung eines jungen Menschen bei. Alle Eindrücke und Erlebnisse - übrigens nicht ausschließlich angenehme - bereichern den Horizont und ermöglichen eine von der Schule angestrebte, mündige und kritische Einstellung zur eigenen Umgebung und wirken damit auch direkt in die Schule hinein. Rückkehrer bringen ihre Erfahrungen in Bezug auf Land, Kultur und Sprache in den Unterricht ein und bereichern ihn.

Bei entsprechenden Leistungen in Klasse 9 (keine „5“, nicht mehr als eine „4“ in einem schriftlichen Fach, Durchschnitt „3“) nehmen sie an einem sogenannten „genehmigten” Austausch teil. Nach ihrer Rückkehr setzen sie ihre Schullaufbahn in der Klasse bzw. Jahrgangsstufe fort, in der sie ohne die Reise wären.

Sind die Leistungen in Klasse 9 nicht dementsprechend, können sie an einem „sonstigen” Austausch teilnehmen und ihre Schullaufbahn dort fortsetzen, wo sie vor der Reise waren.

Die Schule unterstützt den Individualaustausch nicht nur ideell, sondern auch durch organisatorische Maßnahmen. Bei allen den Individualaustausch betreffenden Fragen können sich Schüler/innen und ihre Eltern von einem Lehrer beraten lassen, der mit diesem Arbeitsbereich seit Jahren vertraut ist: Herrn Grube.

 
 

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